Archiv der Kategorie: Impuls

Corona-Krise: Ein Zwischenruf in unruhigen und aufgeregten Zeiten von Pfarrer Christian Löhr

Erinnerung an das Glaubenszeugnis Dietrich Bonhoeffers in Zeiten von Corona – Ein Zwischenruf in unruhigen und aufgeregten Zeiten
Stand: Sonntag Laetare (22. März 2020) bis Sonntag Judica (29. März 2020)

Von alleine wäre ich wohl nicht auf die Idee gekommen, Dietrich Bonhoeffer, dessen Todestag sich am Gründonnerstag diesen Jahres zum 75. Male jährt, in Verbindung zu bringen mit den Ratlosigkeiten, Fragen und Problemen, Befürchtungen und Ängsten, die nicht nur in unserem Land sondern weltweit Menschen derzeit plagen. Doch es gibt im Leben zuweilen seltsame Fügungen. Da wird plötzlich unserem Leben etwas hinzugefügt. So geschah es vor einigen Tagen, als mich auf Umwegen die Nachricht von einem Pfarrer in Holland erreichte, der unter dem Eindruck der Corona-Pandemie und den Maßnahmen, die zu ihrer  Eindämmung verhängt wurden, in einer Mail an seine Gemeinde beschreibt, „wie Dietrich Bonhoeffer sich getröstet und gestärkt fühlte dadurch, dass er sich in Bibellese, Gebet und Gesang zur gleichen Zeit verbunden wusste mit seiner Verlobten, Freunden und Familie“.

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Exegese zu Genesis 32, 23-33 – Jakobs Kampf am Jabbok

Ein Brief vom 25.03.2020 ist der Anlass, mich mit dem Text aus Genesis 32, 23-33 auseinanderzusetzen. Mitten in der Corona-Krise haben mich die Zeilen erreicht und die darin transportierte Verzweiflung hat mich selbst in Verzweiflung gestürzt:

„Morgendliche Frage am Jaboksteg,
Als Theologin, als Pfarrerin, als Mutter, als Mensch, stehe ich unter dem Schirm einer Frage heute Morgen am Jaboksteg.
Ich habe schon, immer viel kämpfen müssen in meinem Leben. Ich musste kämpfen wie kaum andere es auf ihren Lebensweg tun müssen. Ganz häufig war ich am Jabbok Steg.

Für mich, die offene Frage ist, wie findet man den Zugang zur Quelle der Resilienz Kraft. Eine theologische Frage. …“

Was antworten, wie beistehen. Warum werde gerade ich mit diesen Fragen konfrontiert? Warum erwartet sie ausgerechnet von mir eine Antwort dazu? Traut sie mir das tatsächlich zu?
– Überforderung, Ablehnung, Sprach- und Hilflosigkeit.

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Corona-Krise: Ev. und Kath. Kirchen in Baden-Württemberg rufen mit Glockengeläut zum ökumenischen Gebet auf.

Die evangelischen Landeskirchen in Baden-Württemberg und die Diözese Rottenburg-Stuttgart möchten gemeinsam ein Zeichen der Solidarität setzen. Daher rufen sie ihre Gemeinden auf, täglich um 19:30 Uhr mit dem Läuten der Betglocke zum ökumenischen Gebet einzuladen. So haben sich diesem Aufruf z.B. bereits die Ravensburger Kirchen angeschlossen.

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Pfarrerin schreibt an Kirche und Diakonie Aufruf zur Solidarität in der Corona-Pandemie

Liebe KollegInnen,

bevor wir über Andachten denken, bevor wir Aktionen starten, die natürlich auch sehr wichtig sind, finde ich es wichtig einen Solidaritätsnetzwerk einzurichten um für die Senioren/kranken einzukaufen, zu versorgen.

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Corona-Pandemie: Brandbrief einer besorgten Mutter, Tochter und Pfarrerin

Wir wollen lange leben… Bleibt zuhause! Wann kommt der Rand der Klippe auf uns zu…. Klopapier oder Angst um den Erhalt der Sauerstoffversorgung…

Man muss die Kommunikation über das Ungesagte wagen. Viele Familien haben sich eingesperrt, die Angst wächst wie ein Riese und irrt im Haus und in den Gedanken herum. In ihrer Familie lebt ein oder mehrere Menschen mit Vorerkrankung, und sie lässt die Überlebenschancen im Falle einer Ansteckung schrumpfen.

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Es könnte sein …

Es könnte sein, dass in Italiens Häfen die Schiffe für die nächste Zeit brach liegen, … es kann aber auch sein, dass sich Delfine und andere Meereslebewesen endlich ihren natürlichen Lebensraum zurückzuholen dürfen. Delfine werden in Italiens Häfen gesichtet, die Fische schwimmen wieder in Venedigs Kanälen!

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cogito ergo sum – Haltung durch emotionale Verankerung oder das Ich im Selbst

Haltung entsteht durch emotionale Verankerung, Verankerung des Ich im Selbst.

In Betrachtung, Wahrnehmung und Annahme des Selbst durch das Ich wird emotionale Verankerung im Selbst empfangen. Emotionale Verankerung in diesem Sinn ist ein unbedingt und absolut Empfangenes.

„ego cogito, ergo sum“ ist daher nur die halbe Wahrheit.

In der Resonanz des Ich im Selbst manifestiert sich das eigene Sein.
Im Rückbezug des Ich auf das Selbst erfährt das Sein seine geschöpfliche, natürliche und erhabene Freiheit.

© aponto / Stuttgart, 2019-10-26

TAGESLOSUNG, 20. Oktober 2019 – Tango des Lebens

ich will einen ewigen Bund mit meinem Volk schließen, dass ich nicht ablassen will, ihnen Gutes zu tun
Jeremia 32,40

So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.
Römer 9,16

Tango des Lebens – Gottes Erbarmen.

Tango des Lebens – Gottes Erbarmen.
Für mich wunderbar entlastend.

Was mir aufgetragen ist, möchte ich tun –
nach bestem Wissen und Gewissen.

Achtsam – mit Energie und Fleiß,
Stolz und gewissem Ehrgeiz.

Fleiß? Arbeitsame Zielstrebigkeit. Das gefällt mir.
Ein Ziel vor Augen und dazu arbeitsam.

Was dann wird? Wie es wird?
In einer Brise heiterer Gelassenheit: Gottes Erbarmen.

Tageslosung, 2. September 2019 – Lindigkeit

Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.
2. Mose 33,19

Da ist kein Unterschied: Alle haben ja gesündigt … und die Herrlichkeit Gottes verspielt. Gerecht gemacht werden sie ohne Verdienst aus seiner Gnade …
Römer 3,22-24

Heute bin ich an dieser Aussage hängen geblieben:
„Da ist kein Unterschied.“

Worauf bezieht sich diese Aussage?

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Tageslosung, 29. August 2019 – Götzen unserer Zeit

Die Furcht des HERRN ist Unterweisung zur Weisheit,
Sprüche 15,33

Wenn jemand meint, er habe etwas erkannt, der hat noch nicht erkannt, wie man erkennen soll. Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt.
1. Korinther 8,2-3

Vom Essen des Götzenopferfleisches

Selten findet man in der Bibel nach meiner Sicht eine auf der einen Seite so auf- als auch abgeklärte und auf der anderen Seite doch gleichzeitig so verantwortliche Sicht auf die Dinge.

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