Archiv der Kategorie: Impuls

Tageslosung 15. August 2019

Wie lieblich klingen die Schritte des Freudenboten auf den Bergen,
der Frieden verkündet, der gute Botschaft bringt, der Rettung verkündet, der zu Zion spricht: Dein Gott ist König geworden!

Jesaja 52,7

Wenn ihr in ein Haus kommt, sprecht zuerst:
Friede sei diesem Hause!
Lukas 10,5

Friedensbote sein – was für ein erfüllendes Gefühl das sein muss.
Wann habe ich dieses Gefühl zuletzt in mir gehabt?
Hatte ich dieses erhabene Gefühl überhaupt schonmal?

Sehnsucht steigt in mir auf.
Auf Bergen möchte ich unterwegs sein. Hinunterschauen ins weite Land, in die grünen Niederungen und saftigen Auen der friedlichen Täler. Hinein in strahlende Sonne und weiße Wolkenmeere, mich baden – im blauen Meer des Himmels mich berauschen.

Friede und Glück – alles und jede umarmen,
überschwänglich grüßen.

Frohgemut schreite ich, jetzt springe und hüpfe ich – hinab ins Tal.

Bald grüße ich die misstrauisch, mürrisch dreinschauende alte Dame in ihrem Rollstuhl. Husch und schon über die Straße gebracht. Ein kleines Kaffeekränzchen gefällig? Gerne doch. Darfs auch ein Stück Schokotorte sein?

Gleich streiche ich der blonden Göre mit den lustigen Sommersprossen durchs Haar. Ein Eis? Au ja!

Der Bub, der Fußball und ich – das Match ist perfekt!
Die Hose ruiniert.

Bringt eurer Mutter ein paar Blümchen mit und richtet aus:
Ein alter, junger Opa hat mit uns gespielt. Er bittet für uns die verspätete Ankunft zu entschuldigen.

Hey Liebling, wie war dein Arbeitstag? Komm, wir wollen einen Spaziergang in den Sonnenuntergang wagen?

Tageslosung 14. August 2019

Mich sollst du fürchten und dich zurechtweisen lassen –
Zefanja 3,7

Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!
Matthäus 4,17

Angst

Vor wem oder vor was fürchte ich mich?
Wer oder was macht mir Angst?

Das habe ich mich heute unter dem Eindruck der Tageslosung gefragt.

Die Antwort ist für mich nicht leicht. Zu diffus sind die Ängste oft in mir unterwegs. Sie lenken mein Reden und Handeln oft, ohne dass ich mir dessen bewusst bin oder ich etwas dagenen tun kann. Danach ärgere ich mich dann oft. Oder ich frage mich, was denn nun schon wieder mit mir los war.

Ur-Ängste

Mit 40 Jahren hatte ich das bestimmte Gefühl, dass da etwas Besonderes mit mir passiert/vorgegangen ist. Ich fühlte mich erwachsen. Zumindest wesentlich erwachsener und unabhängiger als noch kurze Zeit davor.

Aber die Ur-Ängste meiner Kindheit, die haben mich bis heute mehr oder weniger stabil begleitet. Das muss ich konstatieren.

Es ist harte Arbeit, aber inzwischen kann ich sagen, dass diese Ängste Stück für Stück ausziehen. Ich habe gelernt ihnen die Türe zu weisen. Nicht allen auf einmal, aber einer nach der anderen.

Wertekanon

Und das im umgekehrtem Verhältnis dazu, wie ich gelernt habe, mit Respekt und Achtung mit mir selbst, meinem Körper, meinem Geist, meinen Ressourcen, meinem Sein und meinem Umfeld umzugehen: behutsam, achtsam, liebevoll, zugewandt, aufmerksam, bewusst – unaufgeregt, offen, klar, transparent, abgeklärt.

Mein Wertekanon hat sich stark verschoben: Erfolg, Status, Ansehen, Verdienst haben ihre Bedeutung eingebüst.

Und damit sind viel Ängste gewichen:
– die Angst in den Augen anderer zu versagen
– die Angst nicht anerkannt zu sein
– die Angst vor der Meinung anderer über mich
– die Angst vor der Kritik anderer an mir
– die diffuse Angst schlechthin

Bewusstsein

Zugenommen hat das Bewusstsein, dass ich so geliebt bin, wie ich bin. Und die Folgerung daraus, dass jeder Mensch so geliebt ist, wie er ist. Du bist geliebt! Dieses Angenommensein, dieses Grundvertrauen und Zutrauen, empfinde ich als einen wunderbaren Schlüssel für mein Selbst, dem Umgang mit mir und anderen.

Hilfe

Geholfen hat mir dabei nicht unwesentlich, der neu gewonnene Glaube an einen liebenden Gott, der sein Geschöpf sieht und wahrnimmt als ein wertvolles und direktes Gegenüber.

Geholfen hat mir dabei, mein erwachsener Glaube, der nicht von „Oberen“, „Richtern“, „Propheten“ und „Priestern“ abhängt. …

„Ihre Oberen sind brüllende Löwen und ihre Richter Wölfe der Steppe, die nichts bis zum Morgen übrig lassen. Ihre Propheten sind leichtfertig und voll Trug; ihre Priester entweihen das Heiligtum und deuten das Gesetz freventlich. Zefania 3, 3-4

Geholfen hat mir meine mir neu erarbeitete Spiritualität, die den Sonn- und Feiertag kennt, aber auch im Alltag seinen Platz hat – dort hinein wirkt.

Geholfen haben mir mein freies Bekenntnis, der unerschrockene Mut, Hoffnung und Zuersicht auf Gottes Eingreifen in meine und unser aller Wirklichkeit.

Geschenktes: Leben und Erlebtes

Das alles hat mit geholfen und hilft mir täglich neu, das mir geschenkte Leben und das Erlebte anzunehmen, zu reflektieren und hoffnungsvoll neu zu deuten.

In diesem Sinne verstehe ich die Worte:
„… Mich sollst du fürchten und dich zurechtweisen lassen …“

Tageslosung 13. August 2019

Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.


Psalm 23,2-3

Jesus spricht:
Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge.
Johannes 10,10

Mit „Der gute Hirte“ sind der Psalm 23 und das 10. Kapitel des Evangeliums nach Johannes überschrieben.

Der eigene Vorteil, mein Ego, Macht zählt.
Wer zahlt schafft an.

Schutz, Fürsorge, Pflege?
Leistung, Schnelligkeit und Stärke!

Wer gewinnt?!
Der Rest bleibt auf der Strecke.

Gegen dieses Bild der rauhen Wirklichkeit – falscher Führer, gewissenloser Verführer, hinterhältiger Diebe und brutaler Räuber – zeichnet uns der Psalmdichter ein Gegen-Bild:

Psalm 23
Der Herr ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Dieses Bild lebt von unumstößlicher Hoffnung und tiefer Überzeugung: Im Bekenntnis zu Gott sind wir Menschen, sind du und ich, zu mehr fähig, als der fatal destruktiven Abwärts-Spirale aus grauer Realität und brutalem Eigennutz zu folgen. Jede und jeder kann dies im eigenen Tun er-leben.

ER selbst wird dich auf grüner Aue weiden.
ER selbst wird dir Stecken und Stab sein.
ER selbst wird dir den Tisch bereiten.
ER selbst wird dein Haupt salben.

Dazu braucht es nichts und niemanden, außer dich und IHN.

Weder im finsteren Tal,
noch im Unglück,
noch im Angesicht der Feinde,
kann dir diese neue Realität genommen werden.

Traue dieser neuen Realität und baue auf sie!

„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“ Joh. 10, 27-28

Tageslosung 12. August 2019

.. sie stimmten den Lobpreis an und dankten dem HERRN: Denn er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewiglich.
Esra 3,11

alles Volk freute sich über alle herrlichen Taten, die durch Jesus geschahen.
Lukas 13,17

In der Bibellese heute aus Matthäus 9, 9-13 ist Jesus mit Zöllnern und Sündern zusammen und isst mit Ihnen. Diese sind gekommen und haben die Nähe von Jesus gesucht.

Die Pharisäer versuchen da einen Keil reinzutreiben: Warum gibt der sich mit denen ab? Die Antwort ist eindeutig. Ich bin dort wo Hilfe nötig ist.

Er macht sich also nicht gemein, sondern möchte Hilfe sein und Veränderung möglich machen.

Die Medien sind voll von den Reichen und Schönen. Viele suchen ihre Nähe oder träumen vom großen Glück in ihrer Nähe.
Netzwerken ist angesagt, um den großen Karriereschritt nach vorne und oben zu tun.
Da passen die, die am Rand der Gesellschaft stehen nicht ins Konzept. Für Nähe und Gemeinschaft ist keine Zeit. Für Hilfe und Veränderung schon gar nicht.

Aber genau das sind die Anlässe für das Loben in unserer heutigen Tageslosung: Die Grundsteinlegung für den neuen Tempel durch viele freiwillige Helfer. Da wird also ein gemeinsames, ein Kult-, Begegnungs- und Gemeinschaftsraum geschaffen. Und die Heilung der gekrümmten Frau, die 18 Jahre lang auch durch die Pharisäeram unter der Woche nicht, nun aber von Jesus, als er ihr begegnete am Sabbat geheilt wurde.

Sich begegnen und füreinander da sein. Das löst nicht nur bei einem selbst, sondern auch bei denen die es miterleben und Kenntnis davon bekommen Freude, Lob und Dank aus – hat Wirkung. Kritik, wie sie von den Pharisäern kommt, können wir dabei getrost wegstecken. Diese sind, wie die Salvinis unserer Zeit, schnell entlarvt.

Ich wünsche allen einen guten und gesegneten Start in die Woche.

Tageslosung 11. August 2019

[Der HERR] macht sich auf, dass er sich euer erbarme;
Jesaja 30,18

So sei nun stark, mein Kind, durch die Gnade in Christus Jesus.
2. Timotheus 2,1

In der Tageslosung spricht Jesaja, liest man den Kontext des Wortes, von nutzlosem Vertrauen auf falsche Kräfte und Mächte.

Gott möchte sich aufmachen, ER steht bereit.
„ER wird gnädig sein, wenn du rufst.“

Vor kurzem sind am Wegrand einige Bücher zu verschenken gewesen. Darunter „Widerstand und Ergebung: Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft.“ herausgegeben von Eberhard Behtge. Das Buch ist schon lange auf meiner Wunschliste und nun habe ich es beim Joggen aus dieser Bücherkiste mitnehmen dürfen. Darin u.a. Bonhoeffer’s Text, 1943 als Inhaftierter geschrieben, „Nach zehn Jahren“.

Das „wenn du rufst“ von Jesaja, hat mich an diese Zeilen daraus erinnert: „… Vieles, Unermessliches haben wir verloren, aber die Zeit war nicht verloren. Zwar sind gewonnene Erkenntnisse und Erfahrungen, deren man sich nachträglich bewusst wird, nur Abstraktionen vom Eigentlichen, vom gelebten Leben selbst. Aber wie „Vergessenkönnen“ wohl eine Gnade ist, so gehört doch das Gedächtnis, das Wiederholen empfangener Lehren, zum verantwortlichen Leben.“

„… gewonnene Erkenntnisse und Erfahrungen, deren man sich nachträglich bewusst wird …“
„… so gehört doch das Gedächtnis, das Wiederholen empfangener Lehren, zum verantwortlichen Leben. …“

In den Schriften der Bibel haben wir so viele Erkenntnisse und Erfahrungen, denen wir uns nachträglich bewusst werden können. Das Gedächtnis, die Schriften, das Wiederholen dieser empfangenen Lehren, gehört für mich zum verantwortlichen Leben. Sich dieser bewusst werden, sich diese aneigenen, in die aktuelle Zeit transformieren und in den aktuellen Herausforderungen anwenden ist für mich lebenslange Aufgabe geworden.

„Darum harrt der Herr darauf, dass er euch gnädig sei, und darum macht er sich auf, dass er sich euer erbarme; denn der Herr ist ein Gott des Rechts. Wohl allen, die auf ihn harren!“
Jesaja 30,18

Tageslosung 10. August 2019

Biete deine Hand nicht einem, der Unrecht tut, indem du als Zeuge Gewalt deckst.
2. Mose 23,1

Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden.
Matthäus 12,37

Mit „Gebote der Gerechtigkeit und Nächstenliebe“ ist der Abschnitt aus Exodus 23 überschrieben.

Gleich im Vers nach der Tageslosung steht: „Du sollst der Menge nicht auf dem Weg zum Bösen folgen und nicht so antworten vor Gericht, dass du der Menge nachgibst und vom Rechten abweichst.“

Schon im Exodus ist Populismus und Rechtsbeugung ein Thema und gibt dazu in diesem Abschnitt eine klare Handlungsanweisung: Rückgrat, Haltung und ein offenes, klares Wort.

Weiter wird ausgeführt, dass Nächstenliebe gerade auch dem in Not gekommenen Feind und dem Fremdling Hilfe zukommen lässt.

Das ist hohe Kunst und gerade darin besteht die Chance zu gemeinsamem Weg und einem friedlichen Miteinander. Dass angenommene Geschenke zur Bestechlichkeit führen, ist dort schon längst bekannt.

Gedanken für den Tag und die kommenden Tage, um mein Handeln in der konkreten Situation zu prüfen.

Tageslosung 9. August 2019

Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.
Sacharja 4,6

Wir warten im Geist durch den Glauben auf die Gerechtigkeit, auf die man hoffen muss.
Galater 5,5

„… nicht durch Heer oder Kraft, … “

Gewalt, Macht, Krieg, Besatzung, Unterdrückung und Ausbeutung sind nicht die Mittel der Wahl.
Auch nicht Abschreckung durch Auf-Rüstung mit Waffen und An-Drohung von Gewalt.
Gewalt führt zu Gewalt; niemals zu echtem Frieden.

„Darum …spricht der HERR Zebaoth …“
“ … Es soll … durch meinen Geist geschehen …“

Dieser Geist Gottes möchte uns leiten, anleiten, erfüllen und ergreifen. Im persönlichen, wie auch im öffentlichen Leben.
Als Individuum, als Gemeinschaft und als Gesellschaft.

Themenfelder, die mir dazu einfallen und für die ich mich weiter interessieren möchte:
Gewaltlosigkeit, Gewaltfreiheit, gewaltfreie Kommunikation und Erziehung, Weltethos.

Friedfertig, friedliebend.

Friedensbewegung, Friedenstheologie, Friedenserziehung und Friedensstifter.

Befreiungstheologie.

Tageslosung 8. August 2019

HERR, … in deiner Hand ist Kraft und Macht, und es ist niemand, der dir zu widerstehen vermag.
2. Chronik 20,6

Dem, der überschwänglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus durch alle Geschlechter von Ewigkeit zu Ewigkeit!
Epheser 3,20-21

Bitte in Not durch Lob und Dank.
Fürbitte um Erkenntnis, Gnade und Segen.

Dazu fällt mir spontan Mt 7, 7 ein:
Bittet, so wir euch gegeben;
suchet, so werdet ihr finden;
klopfet an, so wird euch aufgetan.

Dass Gott keine JukeBox ist, haben wir wahrscheinlich alle schon auf die eine oder andere Art mehr oder weniger schmerzlich festgestellt. Darüber vielleicht aber auch das kindliche, einfache, natürliche, spontane, direkte, unbekümmerte und unbefangene in uns verloren oder verschütt gehen lassen.

Und dann Mt 7, 8:
Denn wer da bittet, der empfängt;
und wer da sucht, der findet;
und wer da anklopft, dem wird aufgetan.

In Worte fassen und ausdrücken, was einen bewegt. Worte, Sprache suchen und finden.

Aufmerksam mit den Augen sehen, die Umgebung wahrnehmen und aufnehmen was sich um einen herum tut.

In Aktion treten, Initiative ergreifen, tun.

Manchmal sieht das Ergebnis dann völlig überraschend und so ganz anders aus, wie wir es uns vorgestellt haben. Wichtig ist für mich geworden, dass ich immer wieder neu aufstehe, den Mut hochhalte, mich erkenne, mit mir selbst versöhnt bin und für Überraschungen, Spontanes und Neues offen bin.

Einladung zum Gnadenbund Gottes

Jesaja 55
1 Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch!
2 Warum zählt ihr Geld dar für das, was kein Brot ist, und euren sauren Verdienst für das, was nicht satt macht? Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen und euch am Köstlichen laben.
3 Neigt eure Ohren her und kommt her zu mir! Höret, so werdet ihr leben! Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen, euch die beständigen Gnaden Davids zu geben.
4 Siehe, ich habe ihn den Völkern zum Zeugen bestellt, zum Fürsten für sie und zum Gebieter.
5 Siehe, du wirst Völker rufen, die du nicht kennst, und Völker, die dich nicht kennen, werden zu dir laufen um des Herrn willen, deines Gottes, und des Heiligen Israels, der dich herrlich gemacht hat.

Gottes wunderbarer Weg

6 Suchet den Herrn, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist.
7 Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter von seinen Gedanken und bekehre sich zum Herrn, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr,
sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
10 Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen,
11 so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.
12 Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden. Berge und Hügel sollen vor euch her frohlocken mit Jauchzen und alle Bäume auf dem Felde in die Hände klatschen.
13 Es sollen Zypressen statt Dornen wachsen und Myrten statt Nesseln. Und dem Herrn soll es zum Ruhm geschehen und zum ewigen Zeichen, das nicht vergehen wird.

Tageslosung 7. August 2019

Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.
Micha 5,1

was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt, was nichts ist, damit er zunichtemache, was etwas ist,
1. Korinther 1,28

Nicht Leistung, Klug- oder Weisheit, Zeichen oder Werke;
nicht Macht, Besitz, Status, Einfluss oder Können;

Gnade Gottes – jeder mit Verlangen gegeben;
für dich und für mich – durch Christus.

Jesaja: Der Knecht Gottes im Leid (Jes 50, 4-9)

Der Knecht Gottes im Leid (Jes 50, 4-9):
„…
Gott der Herr hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Er weckt mich alle Morgen; er weckt mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören.
5 Gott der Herr hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück.
Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.
7 Aber Gott der Herr hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Darum hab ich mein Angesicht hart gemacht wie einen Kieselstein; denn ich weiß, dass ich nicht zuschanden werde.
8 Er ist nahe, der mich gerecht spricht; wer will mit mir rechten? Lasst uns zusammen vortreten! Wer will mein Recht anfechten? Der komme her zu mir!
9 Siehe, Gott der Herr hilft mir; wer will mich verdammen? Siehe, sie alle werden wie ein Kleid zerfallen, Motten werden sie fressen.
…“

Allein auf weiter Flur,
eine Ruferin in der Wüste.

Überall, soweit das Auge blickt – Sand des Alltags.
Sand im Getriebe meines Seins – staubtrocken.

Wo ist es nur das lebendige Wasser.
Wo nur der belebende Wind, der die Wolken bringt.
Wo sein Wort, sein Geist?

Die Sonne so sengend, das Licht so gleisend hell!
Wer kann da bestehen!? Wer traut sich zu widerstehen!?

Die Schakale warten schon bis ich zu Boden gehe, um mich zu reißen. Die Aasgeier auf dem Totholz vergangener Bäume warten geduldig, bis der Leichenschmaus an ihnen ist.

Welcher Sinn besteht an diesem Gott verlassenen Ort?
Was soll hier Wort Gottes noch ausrichten?

Aufgeben? Letzte Ruhe finden?
Nein – Halt – Stopp!

Er ist nahe, der mich gerecht spricht!
Seele, hast du das vernommen?

Er wird für dich rechten.
Tritt hervor! Er geht Seit an Seit mit Dir!

Und da tut sich auf:
die Oase, mitten im Nichts,
das kühle Nass, mitten im Tod.
Die Wolken vom Wind getragen,
Ströme des Lebens in der Wüste des Lebens.

Wo sind sie nur geblieben?
Das Jaulen der Schakale verstummt in der Ferne.
Die Schwingen der Aasgeier schwinden am Horizont.
Die Bäume stehen grün an den Wassern.

Wort Gottes bricht sich Bahn.
Die Ohren fangen an zu jucken,
die Zunge stimmt ein in den Jubel.

Warum sollten wir schweigen!?

HERR dir sei Lob, Ehr und Preis!
Halleluja!

© aponto 2019/05