Gebetsglocke

Corona-Krise: Ev. und Kath. Kirchen in Baden-Württemberg rufen mit Glockengeläut zum ökumenischen Gebet auf.

Die evangelischen Landeskirchen in Baden-Württemberg und die Diözese Rottenburg-Stuttgart möchten gemeinsam ein Zeichen der Solidarität setzen. Daher rufen sie ihre Gemeinden auf, täglich um 19:30 Uhr mit dem Läuten der Betglocke zum ökumenischen Gebet einzuladen. So haben sich diesem Aufruf z.B. bereits die Ravensburger Kirchen angeschlossen.

Dies soll als sichtbares Zeichen von Solidarität und Gemeinschaft die weiterhin bestehende Verbundenheit untereinander zum Ausdruck bringen und soziale Isolation im Angesicht von „Stay at home!“, Shutdown und Corona-Pandemie überbrücken.

In seinem Schreiben an die Gemeinden vom 24.03.2020 zitiert beispielsweise Oberkirchenrat Zeeb Landesbischof July wie folgt:
„Die Glocken sollen uns daran erinnern, dass wir unser Leben auch in diesen Krisentagen mit dem großen Horizont der Gegenwart Gottes sehen. Die Glocken rufen uns zur Andacht und Fürbitte. Wir denken an die kranken Menschen und alle, die im medizinisch-pflegerischen Bereich, im öffentlichen Dienst, in den Familien und Nachbarschaften für Unterstützung und Hilfe sorgen.“

Weiter werden in dem Schreiben verschiedene Ausdrucksformen und Liturgievorschläge für gemeinschaftliches Gebet und Singen mitgegeben: „… Mancherorts sind auch schon Vorschläge formuliert worden, dass auf Balkonen wohnungsübergreifend gefeiert wird, ich weiß auch von Wohnanlagen, die um einen Innenhof herum feiern und beten.

An möglichen Liturgien in den Familien schlagen wir vor – wie gesagt, es kommt nicht darauf an, was man macht, sondern dass etwas gemacht wird und dies durch die Glocken und die Kerzen auch über die engen Räume der eigenen Wohnung hinaus öffentlich wird.
… „

Schließlich dankt Zeeb den Gemeindegliedern für ihren aktiven Einsatz vor Ort: „… Wir danken Ihnen für allen Einsatz, den Sie in den Gemeinden gerade in diesen krisenverhafteten Zeiten einbringen, oft weit über alles Erwartbare hinaus …“

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