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Pfarrerin schreibt an Kirche und Diakonie Aufruf zur Solidarität in der Corona-Pandemie

Liebe KollegInnen,

bevor wir über Andachten denken, bevor wir Aktionen starten, die natürlich auch sehr wichtig sind, finde ich es wichtig einen Solidaritätsnetzwerk einzurichten um für die Senioren/kranken einzukaufen, zu versorgen.

Was ist angedacht? Ich bin selber in einer Familie die betroffen ist und eigentlich nicht mehr aus dem Haus gehen sollte. Ich bin die einzige die noch raus gehen darf. Ich habe die Kontakte hier in Hoffeld zu den Jugendlichen, zu den ehm. Konfirmanden. Ist was von ihnen, von euch angedacht? Für Hoffeld, für Degerloch, für Vahingen? Oder soll ich parallel hier (in Hoffeld) -ohne jem. zu nah kommen zu können- versuchen so was aufzubauen. Eigentlich wäre es Aufgabe der Kirchengemeinde oder vom Jugendwerk und ich unterstütze wo ich kann mit meine Kontakten.

Ich erlebe die Situation an der Grenze im Elsass. Mein Vater am Corona erkrankt seit 14 Tage steht zwischen Leben und Tod, er ist zu alt für die medizinische Versorgung, es ist ein Albtraum. Man kann nicht hin, die Menschen sterben in der Isolation…lasst/lassen Sie uns hier noch was tun um unsere Senioren zu schützen so lange es geht. Diakonie und Kirche gehören zusammen. Der nächste Schritt ist Sterbebegleitung, Unterstützung über Telefon falls die Versorgungsengpässe zu uns kommen. Sie, ihr ahnt nicht wie schlimm es ist am Telefon ein Familienmitglied  in der Phase zu begleiten. Auch da werden wir gefragt und zwar schneller als wir es wollen

Herzliche Grüße nach eine schlaflose Nacht

Helene Eichrodt

Veröffentlicht mit ausdrücklicher Genehmigung der Autorin. Schreiben vom 20. März, gerichtet an Pfarrerkolleg*innen und Dekanat.

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